Was ist Fracking?

Mit Hydraulic Fracturing Gase erschließen

Fracking ist die Kurzform von Hydraulic Fracking, einer Tätigkeit, die seit Jahren vor allem in den USA angewendet wird, um das Gestein in den Tiefen des Erdbodens aufzureißen und Erdgase oder andere Flüssigkeiten, wie Öl, zu tage zu fördern. Dabei werden radikale Maßnahmen eingesetzt, die schon seit einiger Zeit in der Kritik stehen. Unter hohem Druck wird Fracfluid in das tiefe Gestein eingelassen, eine Mischung, die angeblich lediglich aus Wasser und Quarzsand bestehen soll. Kritiker behaupten, dass auch andere, chemische Zutaten in das Gemisch einfließen. Auch ohne Chemie besteht ein Risiko, durch den ausgeübten Druck. Der Druck ist wichtig, um die jeweiligen Rohstoffe an die Erdoberfläche zu befördern. Dabei wird das Risiko in Kauf genommen, dass der beim Fracking nicht nur Holräume mit Grundwasser zerstört, sondern auch verunreinigt werden können. Zwar handelt es sich beim Fracking um eine effektive Maßnahme zur Förderung von beispielsweise Gasen, die Umweltgefahr wird von den Konzernen allerdings kaum beachtet und in den meisten Fällen kleingeredet.

Seit wann wird das Fracking angewendet

Zwar sind die Begriffe wie Hydraulic Fracturing und Fracing erst seit einigen Jahren in aller Munde, doch angewendet wird das Verfahren bereits seit 1940. Vor allem auf Erdöl haben es die Unternehmen abgesehen. Aber auch Grundwasser wird auf diese Weise gefördert. Zudem spielt das Fracking eine wichtige Rolle beim Stichwort Geothermie und damit bei der Heizung von Wohnungen und Häusern innerhalb der Bevölerung. Viele Unternehmen, wie industrielle Fabriken, profitieren ebenfalls von diesem Prozess. Die Folgen sind jedoch schwer abschätzbar. Der Untergrund ist einem stetigen Durck ausgesetzt. Verschiedene Gesteinsschichten können sich aufgrund des Frackings verschieben und verändern. In Folge von Preisveränderungen des Frackings und der damit einhergehenden Förderung, kamen oftmals chemische Einflüsse mit in den Gewinnungsprozess, der das Fracking vor allem in den Jahren ab 2000 in der Bevölkerung auf den kritischen Prüfstand stellte.

Gefahren durch Fracking im Überblick:

  • Fracfluide verunreinigen durch Bohrköpfe oder Chemikalien das Grundwasser
  • Verunreinigung von Oberflächengewässern, wie Seen und Flüsse
  • Stoffe verlagern sich in andere Gesteinsschichten und führen zu neuen Problemen
  • Vibartion erschüttert den Erdboden und führt zu Komplikationen
  • Verunreinigungen der Umwelt durch Chemikalien

Noch aktuell sind die Bilder in den Köpfen vieler, die plötzlich ihr Leitungswasser mit dem Feuerzeug anzünden konnten, da sich aufgrund des Frackings das Grundwasser mit Erdgas vermischt hatte. Was für die Unternehmen einen riesen Profit darstellte, war für die Bevölkerung der umliegenden Erdbohrlöcher eine schiere Katastrophe. Sie waren angewiesen auf das reine Grundwasser, dass aufgrund des Frackings starke Verschmutzungen aufwies. Inwieweit die Umwelt oder auch der menschliche Körper durch die Fracking-Methode belastet wird, steht immernoch in vielen Studien zur Debatte. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sogenannte Fracfluide in das Grundwasser gelangt sind und zu einer Verunreinigung beitrugen.