Fracking in Amerika

Warum führt Amerika das Fracking durch?

In den USA besitzt das Fracking eine lange „Kultur“, denn hier wird es seit fast über einem halben Jahrhundert zur Förderung von Gasen und Ölen sowie von Grundwasser eingesetzt. Ganze Landstriche wurden dadurch in den USA bereits in Mitleidenschaft gezogen, zum Schaden für die Anwohner. Immer mehr Stimmen werden laut, die das Fracking verbieten lassen möchten. Dies ist allerdings nicht ganz einfach, da sich Großkonzerne hinter den Förderungsmethoden verbergen, die sich nicht gerne in die Karten schauen lassen. Zudem besitzen die Konzerne nicht nur Unsummen, sondern auch eine ganze Schar an Anwälten, die sehr schwer machen, kritische Stimmen hindurchklingen zu lassen. Nur begrenzt ist es möglich, das Treiben der Unternehmen zu unterbinden. Hierfür müssen allerdings tatsächliche Schäden nachgewiesen werden. Zudem muss der Antragsteller vor Gericht einen glaubhaften und bewiesenen Zusammenhang zwischen Umweltschaden und Fracking Maßnahme herstellen. Hier liegt die Beweispflicht also nicht beim Unternehmen, auch wenn dies faktisch belegbar aus zahlreichen Studien hergeleitet werden kann. Wie immer herrscht auch in den USA die Macht mit dem Geld und dementsprechend können die Unternehmen auf die Gerichte vertrauen, die fast immer an ihrer Seite stehen. Für die vielen Farmer in den Frackinggebieten der USA kommt oftmals jede Hilfe zu spät. Nicht nur dass ihr Grundwasser zum trinken verseucht ist. Auch die Pflege ihrer Viehzucht gestaltet sich aus diesem Grund aufwendiger. Zudem sind die Böden belastet und das Weidevieh wird krank. Umliegende Reservate oder Wälder werden zunehmend von den Fracking-Maßnahmen belastet. Auf Dauer sind bleibende Schäden für die Umwelt zu erwarten, die sich nicht ohne Weiteres beheben lassen. Die Ausweitung des Geschäftsmodells amerikanischer Fracking-Firmen auf europäische oder asiatische Weltteile stellt eine weitere Gefahr dar.